Warum dein Business kein Marathon ist

Shownotes

Ah, perfekt! Das ist ja eine GANZ andere Geschichte - die Geschichte von deinem Yogastudio, nicht von deinem aktuellen Business! Ich korrigiere das sofort.

FOLGE 11: WARUM DEIN BUSINESS KEIN MARATHON IST TITEL Warum dein Business kein Marathon ist UNTERTITEL Wie ich mein erfolgreiches Yogastudio nach 12 Jahren geschlossen habe - und warum das richtig war

KURZBESCHREIBUNG (für Podcast-Plattformen) Heute gibt's keine Theorie. Heute erzähle ich dir meine Geschichte: Wie ich 12 Jahre lang ein erfolgreiches Yogastudio betrieben habe - und irgendwann vor der Tür stand und dachte: "Heute mache ich einen Zettel an die Tür. Heute fällt Yoga aus." Die ehrliche Geschichte über den schweren Gang ins Studio, das glückliche Gefühl während der Stunden, den Moment als ich den Schlüssel abgegeben habe, die Traurigkeit danach - und warum es trotzdem richtig war. Mit der Wahrheit: Du darfst deine Ausrichtung verlieren. Und du darfst egoistisch sein.

LANGE BESCHREIBUNG (für Website & Instagram) Heute wird es anders. Keine Theorie. Keine Methode. Keine drei Schritte. Heute erzähle ich dir eine Geschichte. Meine Geschichte. Und die ist sehr ehrlich. Und manchmal, wenn ich so daran zurückdenke, auch ein bisschen traurig. Aber eigentlich auch wieder nicht. Die Vorgeschichte: Mein erstes Business war "Beratung und Betreuung multimedialer Projekte und Unternehmungen, Komma Programmierung". So stand das auf meinem ersten Gewerbeschein. Das lief. Es lief gut. Aber mir wurde langweilig. Und was macht man, wenn einem langweilig wird? Richtig. Man gründet ein neues Business. In meinem Fall: Ein Yogastudio. Wie alles anfing:

Ein brühend heißer Tag im August. Ich habe ein Yogastudio eröffnet. Mit meinem Namen außen dran. Mit festen Öffnungszeiten.

Yoga kannte ich aus meiner Zeit als Synchronschwimmerin. Wir hatten eine Mentaltrainerin, die uns mit Yoga auf Spur bringen sollte. Und ich habe eine Ausbildung in Thailand gemacht. Und alle sagten: "Mach das doch für andere auch!" Also habe ich vormittags meine Existenzgründer-Seminare gemacht, nachts programmiert - und nachmittags Yoga unterrichtet. Die guten Jahre: Und es war toll. Ich habe es geliebt. Meine Kunden - wenn sie einmal da waren, sind sie geblieben. Das war wie eine Familie. Und ich war glücklich. Wirklich glücklich. Als es anfing, schwer zu werden: Bis ich irgendwann gemerkt habe: Der Gang ins Yogastudio fällt mir schwer. Am Anfang dachte ich: "Du bist vielleicht überarbeitet." Aber wenn ich erst mal Yoga gemacht hatte - ich war der glücklichste Mensch auf der Welt. Und bin mit einem Liedchen auf den Lippen nach Hause gelaufen. Der Moment vor der Tür: Und dann kam der Tag, an dem ich vor meinem Yogastudio stand und dachte: "Ich mache heute einen Zettel an die Tür. Heute fällt Yoga aus." Ich hab's nicht gemacht. Ich habe an meine Kunden gedacht. Die freuen sich drauf. Du kannst nicht so kurzfristig absagen. Ich habe die Stunde gemacht. War während der Stunde glücklich. Nach der Stunde glücklich. Aber dieses Gefühl beim Hingehen - das wurde immer schlimmer. Die Frage: Und irgendwann habe ich mich gefragt: Was ist da los? Du gehst ungern hin - aber bist danach glücklich? Und ich - die ich immer sage "Mach nur Dinge, die dich glücklich machen" - musste mir die Frage stellen: Überwiegt dieser schwere Gang ins Studio mein glückliches Gefühl danach? Und ich habe lange mit "Nein" geantwortet. Bis ich es nicht mehr konnte. Die Erkenntnis: Ich bin nicht der Typ für einen festen Ort mit festen Zeiten. Mein anderes Business kann ich von überall auf der Welt machen. Da bin ich frei. Aber das Yogastudio? Da war immer diese Verpflichtung. Dieses Schild außen dran. Diese Öffnungszeiten. Die Entscheidung: Aber ich kann doch nicht einfach aufhören! Was mache ich mit meinen Kunden? Yogakunden sind extrem an den Lehrenden gebunden. Das gehört zum Wohlfühlen dazu. Aber ich konnte mein Glück nicht mehr so weitergeben, wie ich mir das vorstelle. Also habe ich mein Yogastudio nach 12 Jahren - auch wenn es gut lief - schweren Herzens geschlossen. Der Moment danach: Als ich den Schlüssel an den Vermieter übergeben habe, ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen. So eine Riesenlast war mit einem Schlag weg. Keine drei Stunden später saß ich auf meinem Sofa - und eine gigantische Traurigkeit überkam mich. Es war ja ein Stück Erfolgsgeschichte. Und dann: Und dann dachte ich: Die Leichtigkeit, die du gespürt hast - das ist großartig. Ich mache daraus was Neues. Und wenn ich das Yogastudio so sehr vermisse - dann mache ich halt wieder eins auf. Ich weiß doch, wie es geht. Das war wie ein Befreiungsschlag. Was ich dir mitgeben will: Du darfst zwischendurch die Ausrichtung verlieren. Das ist kein Beinbruch. Hinsetzen. Drüber nachdenken. Lösungen finden. Nicht einfach durchschleifen lassen. Und du darfst egoistisch sein. Wenn du nicht glücklich bist, kannst du es auch nicht an deine Kunden weitergeben. Heute: Heute habe ich ein Business, das sich nach mir anfühlt. Vielleicht nicht perfekt. Aber meins. Diese Folge ist für dich, wenn:

Du erschöpft bist und nicht weißt warum Du etwas tust, das von außen erfolgreich aussieht - aber sich nicht richtig anfühlt Du vor deinem Business stehst und denkst: "Ich will nicht" Du hoffst: Es ist okay, aufzuhören

Dein Business ist kein Marathon. Es ist dein Leben. Und du darfst entscheiden, wie du es laufen willst.

SHOWNOTES In dieser Folge: [00:00] Intro - Heute erzähle ich meine Geschichte [01:30] Wie alles anfing - Das Yogastudio [04:00] Die guten Jahre - "Es war wie eine Familie" [06:00] Als der Gang ins Studio schwer wurde [09:00] Der Moment vor der Tür: "Heute fällt Yoga aus" [11:30] Die Frage: Was ist da los? [13:00] Die Erkenntnis: Ich bin nicht der Typ für feste Orte [15:00] Die Entscheidung: Schließung nach 12 Jahren [17:00] Der Moment danach: Stein vom Herzen - und Traurigkeit [18:30] Der Befreiungsschlag [20:00] Was du jetzt tun kannst [23:00] Outro Die Vorgeschichte: Mein erstes Business: "Beratung und Betreuung multimedialer Projekte und Unternehmungen, Komma Programmierung" Das lief gut. Aber mir wurde langweilig. 2004 - Das Yogastudio: Ein brühend heißer Tag im August. Eröffnung meines Yogastudios. Warum Yoga? Kennengelernt in meiner Zeit als Synchronschwimmerin. Mentaltrainerin brachte uns Yoga bei. Ausbildung in Thailand gemacht. Alle sagten: "Mach das für andere auch!" Mein Business-Modell: Vormittags: Existenzgründer-Seminare Nachts: Programmierung Nachmittags: Yogaunterricht Die guten Jahre: "Es war fast wie eine Familie. Meine Kunden - wenn sie einmal da waren, sind sie geblieben." Das ist eine tolle Erfahrung: Menschen bleiben wegen dir. Ich habe es wirklich, wirklich viele Jahre sehr viel Spaß daran gehabt. Als es schwer wurde: "Der Gang ins Yogastudio fällt mir schwer." Am Anfang: "Du bist vielleicht überarbeitet." Aber während des Unterrichts? "Ich war der glücklichste Mensch auf der Welt." Der Zustand: Das hat sich schleichend über Jahre verschlimmert. Bis ich vor dem Studio stand und dachte: "Ich mache heute einen Zettel an die Tür." Ich hab's nicht gemacht - ich habe an meine Kunden gedacht. Das Gefühl: Beim Hingehen: Schwer, unbeschreiblich schwer Während der Stunde: Glücklich Nach der Stunde: Glücklich Aber: Das schwere Gefühl beim Hingehen überwog irgendwann alles. Die Grübel-Phase: Ich konnte nachts nicht mehr schlafen. Ich habe nach Erklärungen gesucht. Die Erkenntnis: "Vielleicht bin ich nicht der Typ für einen festen Ort mit festen Zeiten." Mein anderes Business kann ich von überall machen. Da bin ich frei. Aber das Yogastudio? Fester Ort. Feste Zeiten. Schild außen dran mit meinem Namen und Öffnungszeiten. "Ich bin nicht diejenige, die einen festen Arbeitsplatz hat." Der innere Konflikt: "Ich kann ja jetzt nicht einfach aufhören!" Yogakunden sind extrem an den Lehrenden gebunden. Das gehört zum Wohlfühlen. Man kann sie nicht einfach an jemand anderen übergeben. Die Entscheidung: "Du kannst Glücklichsein und Positivität nur weitergeben, wenn du es selber fühlst." Ich wollte nicht, dass meine Kunden merken: "Die ist gar nicht mehr so glücklich." Also: Schließung nach 12 Jahren. Der Moment der Schlüsselübergabe: "Ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen. So eine Riesenlast war mit einem Schlag weg. Ich habe mich so leicht gefühlt." Drei Stunden später: Auf dem Sofa. Gigantische Traurigkeit. "Es war ja ein Stück Erfolgsgeschichte." Der Gedanke danach: "Die Leichtigkeit, die du gespürt hast - das ist großartig. Ich mache daraus was Neues." "Wenn du das Yogastudio so sehr vermisst - dann machst du halt wieder eins auf." Das war wie ein Befreiungsschlag. Ein schöner Abschluss dieser Epoche. Die Geburtsstunde: Das war die Geburtsstunde der ersten Gedanken: Gründer nicht nur VOR der Gründung zu beraten, sondern auch NACH der Gründung, im ersten Geschäftsjahr. Was ich dir mitgeben will: Man darf zwischendurch die Ausrichtung verlieren. Das ist kein Beinbruch. Hinsetzen. Drüber nachdenken. Lösungen finden. Nicht einfach durchschleifen lassen, weil "es ist, wie es ist". Die Erlaubnis zum Egoismus: "Ihr dürft an der Stelle egoistisch sein." "Wenn ich nicht glücklich bin, kann ich es auch nicht an meine Kunden weitergeben." Wichtig: Manchmal muss man gar nicht wissen, WARUM es nicht mehr der richtige Weg ist. Wenn dir ein Weg nicht mehr gut tut - du deine Ausrichtung verfehlt hast - dann hör auf. "Es ist euer Business. Es ist euer Weg. Das kann euch niemand anderes abnehmen." Das Versprechen: "Wenn ihr das tut, was euch gut tut, was ihr liebt, wo ihr Herzblut reinsteckt - dann wird der Rest von ganz allein erfolgreich." Heute: "Heute habe ich ein Business, das sich nach mir anfühlt. Oder ich sage: im Moment nach mir anfühlt. Es ist vielleicht nicht perfekt - für mich aber schon. Und vor allen Dingen: Es ist meins." Was du jetzt tun kannst: Schritt 1: Hör auf zu rennen. Vielleicht erstmal nur für eine Woche. Spoiler: Die Welt wird nicht zusammenbrechen. Schritt 2: Frag dich: Was will ICH wirklich? Wo fühlt sich mein Herz wieder glücklich? NICHT: Was sollte ich wollen. Sondern: Wie soll sich mein Business für mich wieder anfühlen? Schritt 3: Streich eine Sache. Musst es nicht gleich so radikal machen wie ich. Eine Plattform, die du nicht fühlst. Ein Angebot. Eine Gewohnheit. Die Sache, die dich am meisten erschöpft und am wenigsten zu deiner Ausrichtung passt. Wichtig: Du darfst auch erstmal schrumpfen. Das ist okay. Besser ein kleineres Business, das zu dir passt, als ein großes, das überhaupt nicht passt. Die Wahrheit: "Dein Business ist kein Marathon. Es ist dein Leben. Und du darfst entscheiden, wie du es laufen lassen willst." Links & Ressourcen: Kostenfreier LEADERIN Selbsttest: https://anja-trappe.de/selbsttest Nächste Folge: Folge 12: Q&A zu Ausrichtung - Eure Fragen, meine ehrlichen Antworten Schreib mir deine Fragen auf Instagram oder per E-Mail!

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